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Beschreibung des Themas:von Mittenwald zum Mt. Grappa

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  #1  
Alt 20.06.2012, 10:30
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Hallo zusammen,

dass ich mich des Öfteren am Monte Grappa rumtreibe dürfte ja hinlänglich schon bekannt sein.

Nun haben mein Spezl Frank und ich noch für dieses Jahr eine kleine Alpenüberquerung geplant. Klar, dass der Zielort nicht Gardasee lautet, sondern Monte Grappa Da viel uns die Via Migra (oder eine der Varianten) ins Auge.

Alpenguru Ralf Glaser hat uns dabei schon alle Arbeit abgenommen und "sämtliche" Varianten von leicht bis schwer als GPS-Touren zusammengestellt. Nun müssen wir uns nur noch die acht Einzeletappen zusammensuchen welche uns am besten gefallen und dann kanns losgehen. Geplant ist das Unternehmen für KW34 im August.

Start ist in Mittenwald und dann geht es kreuz und quer über die Alpen bis man schließlich 450 km und 14 000 hm später in Bassano del Grappa ankommt. Die Angaben können allerdings je nach Tourenzusammenstellung noch erheblich abweichen...

Diese Woche haben wir mit der Planung begonnen. Wir wollen keine geführte Tour und auch keinen Gepäcktransport (wobei das schon nicht schlecht wäre...). Hüttenübernachtungen eher nicht, ein bissl Komfort und Möglichkeiten die Wäsche zu waschen sollte es schon geben. Der Frank wird vermutlich am WE zuvor sein Auto nach Bassano stellen und mit dem Bikeshuttle zurüch nach Deutschland fahren, somit wäre der Rücktransport gesichert.

Fahrradtechnisch habe ich zwischen dem Rotwild (14,2 kg) und dem Slayer (15,8 kg) die Auswahl. Habe mich nun für das Slayer entschieden, allerdings mit der Gabel und den Laufrädern vom Rotwild - somit wiegt es nun auch nur 14,2 kg, ist allerdings nicht mehr so hübsch . Aber diese anderthalb Kilo sind Welten...

Rucksack habe ich momentan nur den VauDee Bikepark24. Da muss ich mal guggen, ob ich alles reinbekomme, den nehme ich ja sonst für Tagestouren. Pflicht ist ja das obligatorische Gipfelbier. Das muss mit!

Gutes Kartenmaterial in digitaler Form war bis auf ein Stück unterhalb Südtirols vorhanden, das fehlende Stück kommt halt von OpenStreetMaps.

Was ich noch brauche sind Kleinigkeiten wie z.B. ein knitterfreies T-Shirt und eine Hose für Abends, eine dünne Regenjacke und vielleicht Ärmlinge und Beinlinge? Na mal sehen, das Eine oder Andere wir schon noch kommen
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  #2  
Alt 22.06.2012, 10:26
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Hört sich gut an... Dann wünsch ich schonmal viel Spaß ^^
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  #3  
Alt 14.08.2012, 11:53
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So, am Freitag geht´s los - Monte Grappa wir kommen

Die einzelnen Etappen stehen nun soweit fest. Pro Tag gilt es im Schnitt 60 km und ca. 2000 hm zu überwinden. Vier Mal kann evtl. ein Stück mit der Seilbahn abgekürzt werden, wenn nicht gerade Revision angesagt ist:

1. Etappe:
Mittenwald - Scharnitz - Hallerangerhaus - Lafatscher Joch - Issjöchel - Weerberg

2. Etappe:
Weerberg - Geiseljoch - Hintertux - Lift/Sommerbergalm - Tuxer Joch - St. Jodok am Bremmer

3. Etappe:
St. Jodok - Brenner - Schlüsseljoch - Pfunderer Joch - Pfunders - Rodeneck

4. Etappe:
Rodeneck - Würzjoch - Peitlerkofel - Kreuzkofeljoch - Kreuzjoch - St. Kassian

5. Etappe:
St. Kassian - P.so di Valparola - P.so di Falzarego - Lift/Rif. Scoiattoli - Colle Santa Lucia - Pescul - Pra della Costa - Alleghe

6. Etappe:
Alleghe - Mt. Civetta - Rif. Vazzoler - Molino - Lift/Pso. di Valles - Pso. di Rolle - St. Martino di Castrozza

7. Etappe:
St. Martino di Castrozza - Lift/Rif. Tognola - Malga Valsorda - Mt. Totoga - Lago di Corlo

8. Etappe:
Lago di Corlo - Rif. Bocchette - Rif. Bassano - Abfahrt lassen wir noch offen...

Die ersten beiden Übernachtungsmöglichkeiten sind gebucht, die Restlichen werden wir uns immer vor Ort suchen. Hoffentlich klappt das.

Einen neuen Rucksack habe ich mir auch zugelegt, allerdings bin ich ziemlich enttäuscht von dem VauDee Bike Alpin 30+5. Ich frage mich wie die auf eine Literzahl von 30+5 gekommen sind. Die Aufteilung, bzw. Anbringung der Zusatzfächer ist absolut Hirnlos. Wenn das Hauptfach gefüllt ist, kann in die Zusatzfächer nichts mehr rein, da diese quasi "gespannt" angebracht sind und sich nicht nach außen hin "ausbeulen" können. Das (zwar angenehme) Tragegestell hat eine starke Krümmung am Rücken, wodurch der Innenraum stark beeinträchtigt wird. Mit 3l Trinkblase würden meine Klamotten nur noch sehr stark komprimiert hineinpassen. Wehe man will mal was rausholen, oder gar die Trinkblase füllen Des Weiteren ist der Sack so schmal geschnitten, dass meine "Ausgehschuhe" nicht unten, quer hineinpassen. Das war an meinem VauDee Bikepark 24 besser.
Nun gut, ich habe eine Lösung gefunden - ich platziere die Trinkblase nun zwischen Rückennetz und der Krümmung vom Tragegestell. So ist dieser als Belüftung gedachter Platz sinnvoll gefüllt und es gibt Platz im Innenraum. Ob allerdings ein Vesper plus isotonischem Getränk noch hineinpasst, bezweifle ich , aber wo ein Wille ist ist auch immer ein Weg...
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  #4  
Alt 14.08.2012, 17:53
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Viel Spaß!

Bin jetzt schon auf deinen Reisebericht und die Bilder gespannt!
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  #5  
Alt 24.08.2012, 11:06
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Habe mir die Tour mal genauer angeschaut. Sieht echt super aus. Ich freue mich schon auf die Fotos. Besonders toll finde ich auf der Via Migra HP folgenden Hinweis:
"Bereitet euch lieber im Sattel auf euren Alpencross vor, statt am Telefon!"

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  #6  
Alt 29.08.2012, 21:04
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Huhu,

wir sind wieder zurück!

Zitat:
Zitat von derORB Beitrag anzeigen
"Bereitet euch lieber im Sattel auf euren Alpencross vor, statt am Telefon!"
An diesem Satz ist etwas dran

Statt der acht Etappen, haben wir 10 daraus gemacht. Dazu komme ich aber später - es verlief nicht alles nach Plan...
Die nackten Zahlen: genau 500 km, 19500 hm Abwärts, ca. 16500 hm Aufwärts. Gemessen mit dem HAC4.

Freitag den 17.08. ging es nach der Arbeit los. Ab nach München, meinen Kumpel Frank abgeholt und weiter nach Garmisch/Mittenwald gefahren. Dort auf dem Friedhofsparkplatz geparkt und eine sehr ruhige Nacht verbracht
Am nächsten Morgen um 07:00 Uhr aufgestanden, losgeradelt dann gegen 08:00 Uhr. Herrlichstes Wetter, schon vom vom Friedhof aus ein herrlicher Blick auf die Berge und die Morgensonne:



Die erste Etappe ging von Mittenwald über Scharnitz, durchs Isartal dann hoch zum Hallerangerhaus:



Von dort eine anstrengende 300 hm-Trage-/Schiebepassage hinauf aufs Lafatscher Joch:







Vom Lafatscher Joch ging es runter zum Issjöchel, dann auf vielen netten Wanderwegen nach Pill, wo dann noch ein letzter schweißtreibender Anstieg zum Etappenziel Weerberg führte.






Die zweite Etappe führte uns von Weerberg über Innerst, hoch aufs Geiseljoch. 20 km Anstieg, meist gut fahrbar.



Es folgt eine lange Abfahrt bis nach Tux und wieder hoch bis Hintertux. Von dort nahmen wir die Seilbahn hoch auf die Sommerbergalm und durften (schiebender Weise) hoch auf das Tuxer Joch. Die Abfahrt war Anfangs noch recht spaßig, später dann mehr und mehr von Kühen zertrampelt und vom Regen ausgespült. Bei dieser Abfahrt passiert es dann. Frank überschlägt sich und verknackst sich das Sprunggelenk. Er kann kaum noch laufen und humpelt elendig die letzte unfahrbare Passage hinab. Endlich treffen wir auf einen Schotterweg, welcher weiter hinab ins Tal führt. Meist geht es nur noch Abwärts und wir nächtigen in St. Jodok am Brenner.



Am dritten Tag wäre eigentlich unsere "Königsetappe" gewesen. Schlüsseljoch und Pfunderer Joch - zwei harte Anstiege und heftige Abfahrten. Mit Franks Bein keine Chance...
Laufen kann er kaum noch. Wir überlegen abzubrechen. Nach einem guten Frühstück machen wir einen "Schlachtplan". Sein Bus stand ja schon am Zielort, also mussten wir auf jeden Fall irgendwie dort hin. Eisenbahn, das wäre die Alternative. Wir fuhren von St. Jodok hoch nach Brenner und da fahren besser ging als gedacht, entschied Frank einfach mal weiterzufahren. Wir verließen nun gänzlich unsere Route und fuhren locker auf dem schön angelegten Radweg hinunter ins Eisacktal. Sterzing, Brixen, Klausen. 90 km mit gerade mal gut 700 hm. Am nächsten Tag ging es dem Fuß schon wieder etwas besser und es wurde entschieden "Back on Track" zu gehen
Von Klausen ging es hoch nach Lajen, weiter zur Unterpulghütte, Raschötzhütte, Grödener Höhenweg, Brogleshütte, Vilnöss.

Da schmeckt der Kaiserschmschmarrn und die Alpenmilch:







Etappe 5:
Mittlerweile der fünfte Tag. Heute sollten wir wieder auf unsere geplante Route stoßen. Von Villnöß ging es auf die Zanser Alm, Gampenalm und Schlüterhütte. Nun waren wir wieder back on track! Es ging übers Kreuzkofeljoch, Brundoijoch und Kreuzjoch zur Malga Cir und schließlich nach Campill, wo wir die Etappe beendeten. Es waren nur 28 km und 1380 hm, aber uns hat es an diesem Tag trotzdem gereicht...





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Geändert von Al (30.08.2012 um 18:38 Uhr)
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  #7  
Alt 29.08.2012, 21:07
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Tag 6.
Von Campill fahren wir nach St. Leonhard und fahren mit der Bahn hoch auf Heiligkreuz. Von dort soll ein toller S1-Trail bis hinunter nach St. Kassian führen. So war es! Komplett fahrbar, sehr flowig, recht speedig - schnell war der Spaß vorbei und wir durften wieder in die Pedale treten, um hoch auf die Eisenofenalm und den Passo di Valparola zu gelangen:



Kurz danach kommt der Passo Falzarego - die Seilbahn hatte leider nichts gebracht, war aber trotzdem ein nettes Motiv:



Die nun folgende Abfahrt wandeln wir etwas um, was uns jedoch schon wieder einen steilen Anstieg mit Schiebeeinlage beschert. Der folgende Trail entschädigt, jedoch ist die Zeit am davonlaufen und wir müssen uns noch ein Hotelzimmer suchen...wir beschließen den Rest der Abfahrt auf der Teersraße hinunterzubrettern, o.K. ein paar kleine Nebenpfade bauen wir noch mit ein. Unser Etappenziel ist der Lago di Alleghe. Das kleine Nest Alleghe ist hoffnungslos ausgebucht und wir klappern sämtliche Hotels, Touribüro usw. ab. Zum Schluß frage ich in dem besten Hause am Platz nach - auch ausgebucht, bis auf ein winziges Einzelzimmer. Dieses bekommen wir für einen "Spezialpreis" incl. HP für 40 € pro Nase. Gebongt! Wir bekommen ein zweites Klappbett reingestellt, so dass keine Türe mehr aufgeht - macht nix, das drei Gänge-Menue entschädigt für alles...

Am nächsten Morgen starten wir gut gestärkt gleich mit dem Besten: Der Seilbahn! Diese führt uns auf den Col dei Baldi und somit mitten ins Herz der Dolomiten. Nun ja, ganz so einfach war es dann doch nicht - wir mussten noch etliche Höhenmeter schiebend und tragend erklimmen:



Im weiteren Verlauf trafen wir auf den Lago Coldai, welcher auf ca. 2140 m liegt:



Der ein oder andere Meter lässt sich fahren, den Rest müssen wir (wieder Mal) schieben, schleppen, schinden. Leider ist die gesamte Via delle Dolomiti nur bedingt Radtauglich und wir staunen nicht schlecht, als wir nach knapp der Hälfte des Tages immer noch den Lago Alleghe von oben sehen...
Das macht mich so fertig dass ich erst mal ein Büchsbier brauche:



Hier sieht man noch mal den Pfad durch den Schotter - von Weitem sieht er übrigens viel besser aus als er dann im Wirklichkeit ist. Aber wir trösten uns, näher kann man den Dolomiten mit dem Radel nicht mehr kommen. Es ist schon sehr beeindruckend!



Hier haben wir dann den Pfad direkt am Fuße des Gebirges verlassen und weiter führte uns die Route zum Rifugio Vazzoler, dann Cencenighe Agordino (kennt koi Sau) und zum Schluß Falcade. Auch in Falcade ist alles ausgebucht und wir müssen nochmal 250 hm draufpacken, um nach Feder zu gelangen, wo wir noch ein Zimmer bekommen haben.



Der Tag 8 beginnt wieder mit einer entspannten Liftfahrt. Das hat uns mittlerweile so zugesagt, dass wir gerne diese Hilfe in Anspruch nahmen - zumindest wo es eine gab... Wir wussten ja, dass es trotzdem noch genügend Höhenmeter zu fahren, schieben und tragen gab. Wobei sich letzteres aufgrund der geänderten Routenwahl dann doch im Rahmen hielt. Frank´s Fuß (und auch meine Knochen) wussten das zu schätzen. Der Lift brachte uns zur Cason Le Buse, von dort auf schönen Wegen Richtung Passo di Rolle.

Bei einer Abfahrt verabschiedet sich die Befestigungsschraube von Frank´s Schaltwerk und es baumelt nur noch an der Kette hängend herum. Wir sehen keine Möglichkeit der Reparatur und kürzen die Kette, damit dank Hammerschmidt-Kurbel wenigstens noch zwei Gänge schaltbar bleiben. So können wir jedoch eine Weiterfahrt auf der geplanten Route vergessen. Wir beschließen auf Teer/Schotter zum Passo di Valles, Passo di Rolle und dann nach St. Martino di Castrozza zu fahren. Leider ist gerade Siesta und alle Läden haben zu. Aber ich glaube man hätte sowieso eher seine Skikannten schleifen lassen können, als irgendwelche Radreparaturen zu bekommen...
O.K. da es nun eh nur noch runter geht, legen wir die Ohren an und lassen es laufen. Irgendwo im Nirgendwo finden wir einen Radladen und der Besitzer wird vom Ehrgeiz gepackt an solch einem tollen Rad zu schraben. Und tatsächlich, er bekommt es hin - das Schaltwerk sitzt wieder fest. Wir können die Tour fortsetzen! Wir fahren zum eigentlichen Etappenziel: Der Lago di Corlo.



Tag 9. Das B&B Hotel am Lago di Corlo war Klasse. Das Frühstück gewohnt Italienisch...
Gerade als wir losfahren wollen, fängt es an zu regnen. Erst wollen wir abwarten, dann fahren wir einfach los. Es wird auch weniger. Relativ steil schrauben wir uns auf einem schmalen Schotterweg in die Höhe. Später dann, der Gipfel des Monte Grappa war schon zu sehen, beginnt ein Gewitter. Der Regen setzt wieder ein. Wir wählen die kürzeste Route hoch zum Rifugio Bassano, was allerdings nicht ganz ungefährlich ist. Vor allem bei dem Wetter. Von den heiklen Passagen gibt es übrigens keine Bilder...





Dann endlich, wir sind Oben und haben es geschafft! Das anschließende Gipfelbier mussten wir drinnen genießen. Das Gewitter artete übrigens in ein übles Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturm aus. So gesehen hatten wir noch tierisches Glück schon im Rifugio zu sein. Dort warteten wir dann 1,5 Stunden, jedoch wollte es absolut nicht aufhören zu regnen. Auch der Wind ebbte nur wenig ab. Wieder wurde die Zeit eng und wir beschlossen anstatt eines Trails (das wäre Wahnsinn gewesen) nur auf der Teerstraße hinunterzufahren. Gesagt, getan. Nass würden wir ja eh werden, also Wurscht! Wir mussten mächtig aufpassen, es lag noch jeder Menge Hagel in den Kurven und sehr viel runtergespülter Schmutz und Dreck.



Am nächsten Tag, der zehnte mittlerweile, war nichts mehr von dem Unwetter zu sehen. Der Himmel so blau wie er nur sein kann! Wir beschlossen die Etappe richtig, also mit der richtigen Abfahrt zu beenden. Das Shuttle war gerade günstig beim Einladen der Gleitschirmflieger und für uns war auch noch Platz. Gerne.
Wir sind soweit wie möglich hochgshuttelt und dann vollends hoch zum Rifugio. Von dort wollten wir dann jedoch nicht einfach nur Abfahren, sondern beschlossen den Sentiero 156 komplett zu befahren. Dieser Pfad führt über mehrere Kilometer (ca. 7?) über eine Bergkette direkt neben einem langen Schützengraben. Sensationell. Vor allem bei diesem Wetter. Auf der einen Seite sah man die Dolomiten, wo wir noch vor kurzem waren und auf der anderen Seite konnte man das Meer erkennen. Auch die Turmspitzen von Venedig waren deutlich zu erkennen. Traumhaft!







Alles in allem hat es letztlich doch noch ganz gut geklappt. Es hätte schon am zweiten Tag zu Ende sein können...
Für alle die ebenfalls "auf der Via Migra" fahren wollen, kann ich jedoch nur empfehlen, nach Möglichkeit keine Etappen mit Technik 5 zu wählen. Ansonsten ist halt viel tragen angesagt...
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Geändert von Al (30.08.2012 um 20:28 Uhr)
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  #8  
Alt 29.08.2012, 21:19
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  #9  
Alt 30.08.2012, 11:03
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Bei Bilderbuchwetter in dieser tollen Berglandschaft. Das entschärft doch gleich wieder die Strapazen des Tages - spätestens beim Russenmaß ist alles vergessen.
Wir waren vom 17. - 19. August zu Fuß in den Alpen untewegs und hatten an Tag 2 und 3 keine einzige Wolke am Himmel.
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  #10  
Alt 30.08.2012, 20:35
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Ja, das Wetter war sagenhaft! Vom 17. - 23. gab es nur an den letzten beiden Tagen Nachts ein Gewitter. Am 24. Mittags mal kurz ein Schauer Tagsüber und dann halt das Unwetter an der letzten Etappe. Das hätte auch ganz anderst laufen können...
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  #11  
Alt 31.08.2012, 17:23
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Juhu Al,

bin baff !
hut ab!
klasse!

mehr fällt mir momentan nicht ein!

// das bild mit der Höhenmilch nimmt Euch keiner ab (Fake) hättet mal eben das "geheiligte" FRANZE ausschneiden sollen GRINZ

aS
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  #12  
Alt 29.09.2012, 17:07
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Nun ist auch das Filmchen zu unserer Alpenüberquerung fertig. Hat ne Weil gedauert um aus über 1000 Bildern und knapp 300 Videosequenzen was einigermaßen Anschaubares hervorzubringen...





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Geändert von Al (25.11.2012 um 19:33 Uhr)
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